Heilbronner Weg

Der Klassiker seit mehr als 100 Jahren in den deutschen Alpen.
Verbindungsweg zwischen den grössten DAV “Hütten”.

Ein Bericht zwischen Wandern und Kulinarik

3-Tages-Tour – mittelschwer: gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich
Routenplanung auf outdooractive (mind 6h Wegzeit)

Die erste Frage, die sich für mich immer wieder stellt, wenn ich eine Route plane: In welche Richtung ist es cleverer, den Weg in Angriff zu nehmen?
Den Heilbronner Höhenweg – würde ich vermuten – gehen die meisten Bergwanderer von der Rappensee Hütte aus mit Ziel Kemptner Hütte.

In diese Richtung gegangen hat man die Wegteile, bei denen konzentriertes Gehen notwendig ist, zu Beginn. Also eigentlich “richtig herum”.

Für mich gibt es aber einen triftigen Grund den Weg in anderer Richtung zu begehen. Anstatt der Rappensee Hütte wartet rund 45min Gehzeit entfernt die Enzianhütte. Ein kulinarisches Highlight in den Alpen und “Hütte” ist wohl auch etwas arg untertrieben. (Bitte unbedingt reservieren!)

Für die Puristen also eher ein Frevel. Für denjenigen, der wie zugegebenermassen ich, es auch gerne mal bequem hat, eine tolle Unterkunft mit hervorragender, bezogen auf die Lokation sogar sensationeller Küche.

Also gehen wir mal den Weg startend von der Kemptner Hütte. Auf dieser sollte man auf jeden Fall einen Zwischenstopp machen. Für den Heilbronner Weg sollte man sich mindestens 6 Stunden Zeit nehmen. Mit zusätzlichen Gipfeln, Pausen, Genuss der sensationellen Ausblicke werden es schnell 1 bis 2 Stunden mehr.

Von der Hütte startend geht es hoch zur Mädelescharte und dann über längere Zeit über problemlos zu begehnde Graswege in meist leicht ansteigendem Gelände.

Nach der Passage eines Geröllfeldes, wo auch der Abstecher hoch zur Mädelespitze (2’645m) abgeht, beginnt langsam der “interessantere” Teil des Weges. Man ist nun fast durchgängig im Feld unterwegs.

Der Weg ist sehr gut ausgezeichnet und die Begehung für erfahrende Bergwanderer ein Genuss. Für diejenigen, die es nicht gewohnt sind in den Bergen unterwegs zu sein beginnt nun sicherlich hier und da die Herausforderung und für diejenigen, die nicht schwindelfrei sind und mit der Trittsicherheit so ihre Mühen haben, sollte das erste Ziel sicherlich nicht der Heilbronner Höhenweg sein.

Es geht nun auf und ab und mit dem Bockkarkopf (2’602m) erreicht man den höchsten Punkt des Weges.
Danach gibts noch einen Steg, eine Leiter und das Heilbronner Törle zu “überwinden”.

Felsspalte Heilbronner Törle

Steg Brücke Heilbronner Weg

Leiter Heilbronner Weg

Fast zum Abschluss des Weges bietet sich noch die Gelegenheit einen Abstecher auf das “Hohe Licht” (2’651m) zu machen. Und wer Glück hat trifft dort einen herrlich positiv verrückten Badener mit Dudelsack bewaffnet, der dort ein Ständchen spielt.

Ab dem Abzweiger geht es nun noch über einige Stufen runter, bis man schlussendlich normales Weggelände und ca. 30 – 45 Minuten später die Rappenseehütte erreicht.

Von dort geht es nochmal 45 – 60 Minuten absteigend zur Enzianhütte.

Viel Spass!

Verlängerungsoptionen

  • Enzianhütte zur Mindelheimer Hütte und Fidererpasshütte
  • Fidererpasshütte als Ausgangspunkt für den Mindelheimer Klettersteig
  • Von der Kemptner Hütte kann man zum Edmund-Probst-Haus wandern (was wirklich eine lange Etappe ist!)
  • Zudem wäre auch die Prinz-Luitpold-Hütte erreichbar von der Kemptner Hütte
  • Oder man macht sich gleich auf den E5 nach Meran auf den Weg 🙂

Bitte beachten
Das Waltenberger Haus wird aktuell erneuert. Dadurch ist sowohl das Haus geschlossen als auch die Wege rundherum wegen Steinschlaggefahr gesperrt.

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